Hardenbergstraße 33
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ERÖFFNUNGSGALA

Samstag, 19.10.2019
Beginn 20.00 Uhr

Konzertsaal der UdK
www.udk-berlin.de

Das größte Bühnenliteraturfestival der Welt, der SLAM 2019, kommt nach Berlin und feiert 25 Jahre Poetry Slam in Deutschland. Eine Woche Poesie-Wahnsinn für Slam-Fans und alle, die es noch werden wollen. Und all das beginnt mit einem poetischen Paukenschlag – der Eröffnungsgala. Natürlich mit einem Haufen brillanter Texte statt langweiliger Reden. 

Was ist Poetry Slam im Jahr 2019? Davon kann man hier einen Eindruck bekommen. Der viel zu charmante Slam Poet Ken Yamamoto führt durch einen Abend ohne Wettbewerb, aber dafür mit sieben Stars des Poetry Slam, die inzwischen längst über das Format hinausgewachsen sind. Sie reisen mit ihrer Kunst um die Welt und sind Stammgäste in Fernsehen und Radio, ob als Kabarettisten, Comedians oder Spoken-Word-Künstler. Für den SLAM 2019 geben Sie sich noch einmal die Ehre.

Wer genau?

Da ist Till Reiners, den man von der Anstalt, seinem Podcast mit Moritz Neumeier oder seinen preisgekörnten Soloprogrammen kennt. Till Reiners ist zu klug ist für Comedy und zu fresh für Kabarett und damit genau richtig für die Eröffnungsgala.

Nora-Eugenie Gomringer ist vielleicht die bekannteste Poetin der deutschsprachigen Slam Szene, sie ist Gewinnerin des Ingeborg Bachmann Preis 2015. Ihre Lyrik wird auf allen deutschsprachigen Bühnen gefeiert
und sie ist aus dem deutschsprachigen Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken. Promi Alarm!

Jean-Philippe Kindler ist der jüngste im Bunde, aber dafür der amtierende deutschsprachige Meister. Bevor er am Ende des Festivals enttront wird, zeigt er hier noch einmal seine sozialkritische Lyrik in perfekter Performance mit einem angenehmen Augenzwinkern.

Lara Stoll wurde 2006 deutschsprachige U20-Meisterin im Poetry Slam. Seitdem hat sie neben ihren hinreißenden Bühnentexten mit dem Kollektiv „Bild mit Ton“ verstörend und beglückend geniale Filmkunst geschaffen. 2019 gewann sie den Förderpreis des deutschen Kleinkunstpreises. Und da kommt noch mehr. Vor allem kommt aber erstmal sie zu uns.

Bas Böttcher war 1997 der erste deutschsprachige Meister und ist seit dem mit dem Goethe Institut und seinen seit Jahrzehnten zeitgeistschlürfenden und silbenschürfenden Gedichten als eine Art Spoken Word Botschafter oder Lyriknomade oder Versfernfahrer in der ganzen Welt unterwegs. Seine klangintensiven Texte sind wirklich überall zu hören. Fragen Sie nicht, wo er schon alles war, fragen sie, wo er nicht war. Am 19.10. ist er zumindest in der UDK.

Das Poetry Slam Team “Heun & Söhne” wurde im vorletzten Jahr deutschsprachiger Meister. Da ist zum einen David Friedrich. David moderiert inzwischen mit Michel Abdollahi die NDR Show “der deutsche Michel” und gewinnt aber gleichzeitig immer noch einen Poetry Slam nach dem anderen. Und an seiner Seite sehen Sie Julian Heun, den dreifachen deutschen Meister, der den SLAM 2019 mitorganisiert.

Der Schneekönig ist wie sweeter Hüftschwung, legere Gedankenspiele und ambitionierte Elektronik. Lustig, zart und bitter. Seine Texte werden fortgesetzt mit Beats, minimalistischen Soundscapes und eigenwilligen Samples. Wolf Hogekamp, das Alte Ego des Schneekönigs, verkörpert die Slam-Szene in Berlin.